Der Tag danach…

Habe die ganze Nacht wegen des unwiederbringlichen Verlustes meiner Jacke geheult. Günter hat versucht durch Einbringen von “ Schmerzmitteln“ dies zu mildern. Es war aber nicht mehr genug da. Müssen heute in die „Apotheke“ und Neues kaufen, dass ich die Heimfahrt schaffe.
Super Wetter am heutigen Tag. Auf geht’s nach Trondheim.
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Lecker Eis essen und dann noch einen Kaffee neben dem Nidarosdom. Weiter geht’s die 65ger, die 70ger und in Kristiansund durch den 5,7 km langen Atlaniktunnel unter diesem hindurch auf die Atlantikstrasse. Kälte und starker Wind erwarten uns dort. Wir mieten uns eine Hütte. Auf dem Einmalgrill die marinieren Hühnerbrüstchen zubereitet mit Brot und ein paar Tuborg (Arctic hat’s keins gegeben ).
Unsere Hütte am 01.07.2013:

63 2.241 N 7 24.372 O
Google Maps

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Arschgeigen gibt es auch in Norwegen

Schönen Kaffee gekocht auf dem Benzinkocher. Um 10 Uhr kommt schon die Fähre. Noch schnell auf die Toilette neben dem Wartehäuschen und dann rein in den Bauch der Fähre. Oh – Harley Sweatshirt (SR 2006 Norwegen Edition) in der Toilette vor ein paar Minuten hängen lassen. Schnell nochmal raus und Jacke holen. Ist aber nicht mehr da. Alle Leute auf der Fähre gefragt,  ob eine Jacke gefunden wurde. NEGATIV. Es sind alle auf die Fähre gegangen,  also ist die Arschgeige auch an Bord, die meine Jacke im Auto hat. Nur wer ist diese Arschgeige? Aber ist ja nicht so schlimm. Als Motorradfahrer hat man ja viele Jacken dabei. Bei mir war’s allerdings die Einzige. Muss ich halt jetzt mit einem Tshirt nach Hause fahren. Wird schon nicht kalt werden kurz unterhalb des Polarkreises. Wünsche der Arschgeige auf diesem Wege alles erdenklich Schlechte. Ja Manni – ich hab jetzt auch keine mehr.
Die Fähre (Fahrzeit 1 Std. Preis 87 NOK) hatte nicht mal einen Aufenthaltsraum,  nur Freiluft Deckplätze. Das war vor 7 Jahren auch noch besser. Polarkreis wieder in Richtung Süden überschritten. Bei trockenem Wetter mit sonnigen Abschnitten geht es insgesamt 436 km über Mo i Rana weiter bis kurz vor Steinkjer, wo wir uns eine Hütte für 490 NOK mieten. Waren wieder tolle Streckenabschnitte dabei. Heute Abend gibt’s mal Würstchen, Pfeffermakrelen in Öl,  Käse und die vertrauten Getränke.

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On the Road again

Wir haben die Fähre um 10:30 Uhr von Moskenes nach Bodö genommen. Überfahrt dauert 4 Std. Und kostet 285 NOK. „Frühstück“ an Bord,  da das Café an der Anlegestelle um 10 Uhr noch nicht geöffnet hat – man schläft hier halt ein bisschen länger. 1/2 Semmel mit ein paar Krabben drauf und eine kleine Tasse Kaffee (no refill) für schlappe 96 NOK. Mein Hunger würde für mindestens drei solcher Semmelhälften langen, aber das würde dann fast 50 € kosten. Ich bin eh zu dick und werde noch ein paar Tage fasten.
In Bodö ein paar Lebensmittel im Rema 1000 Supermarkt eingkauft und dann die 17er ca.30 km weiter nach Saltstraumen zum größten Gezeitenstrom der Welt. Die Flut quetscht sich da alle 6 Std. durch eine Enge in den Fjord. Dann fließt alles wieder zurück. Ein einmaliges Schauspiel. Die 17er geht’s weiter bis zum Svartissen Gletscher. Ich sag nur – phantastische Strecke bei bestem Wetter.

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Aber ihr wolltet ja nicht mit. Jetzt noch eine kleine Fähre von Forøy nach Ågskardet. 10 Min. Überfahrt aber 1 Std. warten bis die nächste kommt. Weiter bis zur nächsten Fähre. Aber da fährt heute keine mehr. Also Isomatte und Schlafsack in den Warteraum, Arctic auf, Würstchen, Käse, Brot und Schluss für heute.
Morgen früh um 10:20 Uhr geht die Fähre über den Polarkreis.

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Im Land der Wohnmobile

Frühstück fällt mangels Möglichkeiten erstmal aus. Der Himmel zieht sich schon am Morgen zu. Wir verzichten auf das geplante Bad im Meer. Restaurants, Cafés sind hier fast keine mehr da. Die tausenden Wohnmobilfahrer haben alles von zu Hause mitgebracht. Die brauchen höchstens mal einen Supermarkt. Außer Tankstellen Fastfood bleibt da nichts mehr. Und die wenigen verbliebenen Restaurants wollen wir uns nicht leisten. Pizza 245 NOK, Burger mit Pommes 185 NOK, Menü 295 NOK. Nein, kein Luxusrestaurant – ein ganz normales Gasthaus. Superbenzin kostet 15,3 NOK p.Ltr. Für ne Hütte wollen sie zwischen 800 und 1400 NOK pro Nacht. Darum sind die Touristen offensichtlich alle mit dem Wohnmobil unterwegs,  abgesehen von ein paar verrückten Motorradfahrern. Die müssen dann im Supermarkt Körnersemmeln für 17 NOK das Stück kaufen.
Fahren den ganzen Tag ohne Regen wieder tolle Strecken bis zum südlichsten Ort der Lofoten – Å. Es waren offensichtlich schon viele Norddeutsche hier. Die Fischköppe werden hier zum Trocknen aufgehängt. Fahren schnell weiter, nicht dass die Günter noch…

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Übernachten auf einem Campingplatz in der Nähe der Fähranlegestelle Moskenes zum Festland nach Bodö.
Ne Dose Tomatensauce in der winzige Mengen Fisch zu finden sind, ein bisschen Salami,  ein paar Körnersemmeln und zwei Arctic gibt’s zum Abendessen. Jetzt ein paar kurze Regenschauer – aber wir sitzen ja im Zelt. Morgen um 10:30 Uhr nehmen wir die Fähre.

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Wo sind die Wale?

Nein, die sind nicht ausgestorben und Marcus hat auch nichts damit zu tun.
Zelte sind schnell abgebaut und wir machen uns um 9 Uhr auf den Weg nach Andernes ganz im Norden der Lofoten,  dem Wal-Safari Zentrum.

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Noch leichte Bewölkung, kurze Zeit später nur noch Sonne. Im 100 km entfernten Andernes erstmal Frühstück in einer Bäckerei.

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Wale gibt’s heute keine zu sehen. Einen kleinen haben wir dann doch noch gefunden. Den gibt’s heute mit dem restlichen Bier zum Abendessen.

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Dann eine Traumstrecke an der Küste entlang zurück. Mit der Fähre dann 25 Min. Von Melbo nach Fiskebol hinüber.
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Sehen eine frisch gemähte Wiese und fragen den Besitzer, ob wir hier zelten dürften. Er schickt uns ein paar hundert Meter weiter. Dort ein perfekter Platz direkt am Meer. Zelte aufgebaut und rein ins Wasser-Polarmeer. Mehr als eine Minute ist da nicht drin. Um 23 Uhr legen wir uns schlafen. Und wer macht jetzt das Licht ( die Sonne ) aus?

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Wo sind die Elche?

Sind jetzt schon ein paar tausend Kilometer durch das Land der Elche gefahren und haben keinen einzigen gesehen. Die letzten Hinweise auf diese inzwischen ausgestorbene Art sind die Warnschilder.

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Wir haben auch herausgefunden warum die ausgestorben sind. Der Marcus hat sich immer eine Unmenge von Elchsalami bestellt. Deshalb gibt’s bei uns heute wieder nix zum Abendessen,  da es ja keine Elch Steaks und keine Elchsalami mehr gibt. Konnten aber in einem Supermarkt ein Sixpack ergattern.
Odin und dIe Trolle hatten heute Mitleid mit uns und schickten nur einmal eine kurze Dusche. Sie gaben uns aber deutlich zu verstehen,  dass wir uns immer noch oberhalb des Polarkreises aufhalten. ES IST SAUKALT.
Tromsö haben wir gestrichen.Günter wollte wegen der Eismeerkathedrale nicht 150 km Umweg fahren. Und mehr ist da auch nicht.
Es gibt kein schöneres Land zum Moped fahren als Norwegen, finden wir beide. Fast kein Verkehr und gute Straßen. Ok – es gibt wärmere und trockenere Länder, aber der Panoramafilm der um dich herum abläuft ist einzigartig. Ich habe jedenfalls bis jetzt nichts besseres gefunden (in Neuseeland war ich noch nicht). Und was sonst mit dieser Kulisse auch kein Land bieten kann – man kann Tag und Nacht fahren, denn es wird ja nicht dunkel zu dieser Jahreszeit.

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Es ist gerade 22:30 Uhr. Dunkler wird’s nicht.
Sind heute nach 600 km in Sortland auf den Lofoten gelandet. Wetter ist jetzt sonnig und mäßig warm. Zelte aufgeschlagen – Sixpack raus und alles ist super.

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Wortmeldung…

Dem „Kampfrentner“ geht es ausgezeichnet und auch der jüngere Mitfahrer schlägt sich sehr gut, seine Aufgaben – Roadcaptain, Fotograf und Schriftführer diese Blogs erledigt er zur vollsten Zufriedenheit.
Die „Pflicht“ (Nordkap) hat 100 Punkte gebracht,  jetzt kommt die „Kür“. Um es auf einen kurzen Nenner zu bringen – es ist einfach nur GEIL!!!!
Jeder Hardcore-Reisebiker sollte das Nordkap einmal in seinem Bikerleben gemacht haben. Traumhafte Strecken, tolle Landschaften,  unwiederbringliche Eindrücke pur, biken vom Feinsten.
Gruß an alle Daheimgebliebenen Biker – Marcus und Hans hört auf nach irgendwelchen Fakes zu suchen – es ist alles echt (wir sind ja auch keine Customizer).
Küsschen an meine „Vier“ in Oldendorf.
Günter

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Long way home (by Supertramp)

Odin hat uns erstmal gutes Wetter geschickt. 20 Grad hat es um 10 Uhr beim Frühstück. Aufgrund der „Nachtfahrt“ haben wir heute etwas länger gepennt. Die 69ger zurück bis zur E6. Da bekommen wir die erste ordentliche Dusche ab. Dann raus nach Hammerfest. Schöne Strecke. Am Ende eine multikulti Industriestadt ohne Reiz. Zurück zur E 6. Dazwischen werden wir wieder eingeweicht. Dann nochmal vor Alta und vor… und nach …Schluss für heute nach 420 km. Uns ist es bei 13 Grad zu kalt und ich bin patschnass. Hütte für 300 NOK. Kein Bier aufzutreiben.  Der nächste Laden ist 20 km entfernt und macht vermutlich gerade zu wenn wir dort sind. Aber wir haben ja noch eine kleine Sicherheitsreserve 😉 ein paar alte Brötchen und ein paar Würstchen. Die Stechviecher lassen mich kaum schreiben. Schluss für heute.

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The End – Part II

Der Wecker klingelt um 0:30 Uhr.

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Wir ziehen uns an und greifen die Variante 3 an. Es regnet jetzt nicht mehr. Wie‘ s oben aussieht schauen wir nicht nach. Wir fahren zum „End of the Road“.

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Kein Nebel mehr. Nur noch ein paar weitere Verrückte unterwegs. Ach ja – die Variante 3 steht nirgends drauf und ist ab 1 Uhr nachts (taghell) kostenlos und beinhaltet nur den Außenbereich. Die Touri Hallen sind geschlossen, die Busse sind weg und wir können mit den Mopeds zur Weltkugel vorfahren. WE DID IT.

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Fahren um 3 Uhr zurück zum Hotel.
HAPPY END – SLEEP WELL 🙂

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This is the End…

um mal mit einem Song von den Door’s zu beginnen. Nein – das ist nur das Ende der Straße nach Norden. Wir haben das ENDE am 24. Juni 2013 um 12 Uhr Mittag erreicht.  Starten nach ausgiebigem Frühstück in Lakselv zu den letzten 200 km bei leichter Bewölkung und ca. 20 Grad. Vorbei an Fjorden.

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Nach dem 7 km langen Nordkaptunnel ( kostet seit 2012 nichts mehr) unter dem Meer hindurch wird das Wetter schlechter. In Honningvag, 30 km vor dem Nordkap hängen die Wolken schon tief, 11 Grad hier. Wir packen trotzdem die letzten 30 km an. Nach ein paar Kurven macht sich bis zum Kassenhäuschen dichter Nebel breit. Sicht 50 m. Mann – was für eine Schei…Der einzige Unterschied zu vor 7 Jahren – es ist 11 Grad wärmer, es schneit nicht und ich bin nicht der einzige hier. Nach kurzer Beratung wenden wir um und quartieren uns in einem 13 km entfernten Touristenhotel für 990 NOK für’s Zimmer ein.
Nebelbeobachtung ist die nächsten Stunden angesagt.
Eintrittspreise: 245 NOK p.P innerhalb 48 Std. unbegrenzter Zutritt oder eimal rein mit reduzierem Möglichkeiten (kein Film, keine Grotte etc) für 160 NOK.
Webcam Nordkap

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